Rastatt stärkt seine Festungsgeschichte – Beitritt zu grenzüberschreitendem Netzwerk beschlossen
Die Stadt Rastatt stärkt ihre reiche Festungs- und Militärgeschichte. Einen wichtigen Schritt dazu hat der Verwaltungs-, Wirtschafts- und Finanzausschuss am Montag, 20. April, gemacht: Einstimmig beschloss das Gremium den Beitritt zum Verein „Fortifications sans frontières/Festungsnetz grenzenlos“.
Der noch junge, grenzüberschreitende Verein wurde im Dezember 2025 im elsässischen Lauterbourg gegründet, seine erste Mitgliederversammlung hielt er im Januar im Stadtarchiv in Rastatt ab. Ziel ist es, die zahlreichen Festungsanlagen und militärhistorischen Denkmäler am Oberrhein besser zu vernetzen, zu erhalten und gemeinsam weiterzuentwickeln. Dazu organisiert der Verein unter anderem kulturelle Veranstaltungen, initiiert Projekte über Ländergrenzen hinweg und macht die besondere Geschichte der Region für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.
Für Rastatt als bedeutenden Festungsstandort bietet die Mitgliedschaft große Chancen: Durch die Zusammenarbeit mit Partnern in Deutschland und Frankreich können neue Impulse für Tourismus, Kultur und Bildung gesetzt werden. Gleichzeitig eröffnet der Verein Zugang zu grenzüberschreitenden Fördermitteln, die gezielt in die Weiterentwicklung und Vermarktung der historischen Anlagen fließen können. Bereits im Vorfeld war die Stadt aktiv eingebunden: Oliver Fieg, Leiter des Stadtarchivs, vertrat Rastatt in vorbereitenden Arbeitskreisen und brachte seine fachliche Expertise in die Gründung des Netzwerks ein.
Schon in diesem Jahr plant der Verein – unterstützt vom hiesigen Historischen Verein – sich auf mehreren Veranstaltungen zu präsentieren, unter anderem auch in Rastatt am Sonntag, 10. Mai, beim Westwallbunker anlässlich des Tags der deutsch-französischen Freundschaft und am Sonntag, 13. September, am Tag des offenen Denkmals.
