Die Murg wurde als Flusslandschaft der Jahre 2026/2027 ausgewiesen und ist ein ökologisch sensibler und artenreicher Naturraum. Der Raum zwischen den Dammkronen links und rechts der Murg ist als Fauna-Flora-Habitat (FFH-Gebiet) ausgewiesen. Zudem ist die Baumallee auf den Murgdämmen zwischen der Eisenbahnbrücke und der Rheinauer Brücke als Flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen.
Anhand der Erfassungen von Fauna und Flora, die zum Projektstart begonnen und über einen längeren Zeitraum durchgeführt wurden, kann der Naturraum „Murg“ sehr gut beschrieben werden.
Mit dem Bau der Hochwasserschutzanlagen sind jedoch auch Eingriffe in diesen Naturraum verbunden. Darum hat sich das Projekt die Aufgabe gestellt, die Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Die Eingriffe, die nicht vermieden werden können, werden kompensiert.
Die Maßnahmen zur Aufwertung der Gewässerökologie und insbesondere der Erhalt und die Schaffung von Flächen für Magerwiesen sind ein wesentlicher Bestandteil zur Sicherung des Naturraums an der Murg als ökologisch besonders wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Dammrückverlegung
Direkt westlich der Autobahn ist am nördlichen Ufer der Murg auf einer Länge von rund 250 Metern eine Dammrückverlegung vorgesehen. Hier soll der Damm abgetragen und rund 30 bis 40 Meter weiter nördlich ein neues Dammbauwerk errichtet werden. Bereits in der Landesstudie Gewässerökologie Baden-Württemberg 2020 war dieser Abschnitt für eine Dammrückverlegung vorgesehen. Mit dem Vorhaben zur Herstellung des Hochwasserschutzes an der Murg bietet sich nun die Möglichkeit, diese Maßnahme umzusetzen.
Der Bereich landseits des Damms bis zu den Tennisplätzen weist ein ähnlich tiefgelegenes Höhenniveau auf wie das Murgvorland. Hier sind auch zwei alte Gerinne / Altrame (sogenannte Schluten) aus der Zeit vor dem Bau der jetzigen Dämme vorhanden. Die einzelnen Schluten sollen miteinander verbunden und beidseitig an die Murg angeschlossen werden. So können sich wertvolle Stillwasserhabitate mit feinerem Substrat für Wasserorganismen und Jung-Fische bilden, die eher langsam fließende, pflanzenreiche Gewässerabschnitte bevorzugen.
Bei etwas höheren Abflüssen der Murg können die Bereiche außerdem durchflossen werden, was die Entwicklung dieses Bereichs zu einem hochwertigen Auelebensraum fördert. So kann im Bereich der Schluten sowie dort, wo der bestehende Damm abgetragen wird, Auwald entstehen. Entlang der Schluten ist sogar die Entwicklung von seltenem und naturschutzfachlich besonders wertvollem Weichholz-Auwald möglich.
HINWEIS: Das Hochwasserschutz-, Dammsanierungs- und Gewässerökologieprojekt Murg Rastatt befindet sich in der Planungsphase. Daher ist die Projektwebsite im Aufbau und wird regelmäßig aktualisiert.
Zahlen und Fakten zum Projekt
- Projektgebiet: Zwischen Rheinauer Brücke und Autobahnbrücke A5
- Gewässerlänge: Murgabschnitt mit circa 5 Kilometer
- Projektpartner: Regierungspräsidium Karlsruhe
DOWNLOAD PLÄNE
- Übersichtslageplan Projektgebiet (PDF) (1,7 MB)
- Lageplan A5 Brücke bis Düker Gewerbekanal (PDF) (7,1 MB)
- Detaillageplan A5 Brücke bis Düker Gewerbekanal (PDF) (6,7 MB)
- Lageplan Düker Gewerbekanal bis DB Tunnel (PDF) (6 MB)
- Detaillageplan Düker Gewerbekanal bis DB Tunnel (PDF) (5,7 MB)
- Lageplan Drosselweg bis Franzbrücke (PDF) (8,2 MB)
- Detaillageplan Drosselweg bis Franzbrücke (PDF) (7,3 MB)
- Lageplan Franzbrücke bis Ankerbrücke (PDF) (9,9 MB)
- Detaillageplan Franzbrücke bis Ankerbrücke (PDF) (7 MB)
- Lageplan Ankerbrücke bis Hindenburgbrücke (PDF) (8,3 MB)
- Detaillageplan Ankerbrücke bis Hindenburgbrücke (PDF) (5,2 MB)
- Lageplan Hindenburgbrücke bis Rheinauer Brücke (PDF) (5,4 MB)
- Detaillageplan Hindenburgbrücke bis Rheinauer Brücke (PDF) (3,9 MB)
- Lageplan Gewässerökologie 1 (PDF) (6,7 MB)
- Lageplan Gewässerökologie 2 (PDF) (6,6 MB)

