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Stadt Rastatt stärkt Notstromversorgung: Drei Hallen als Notunterkünfte für den Katastrophenfall gerüstet

Ein mehrtägiger Stromausfall wie zuletzt in Berlin zeigt deutlich, wie wichtig es ist, auch in Ausnahmesituationen gut vorbereitet zu sein. Die Stadt Rastatt hat deshalb zuletzt wichtige Schritte unternommen, um die Versorgung der Bevölkerung im Katastrophenfall zu verbessern. Dafür wurden unter anderem mehrere städtische Gebäude in der Kernstadt und den Ortsteilen daraufhin überprüft, ob sie sich als Notunterkünfte mit Ersatzstromversorgung eignen. Am Ende wurden drei Hallen ausgewählt: die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle im Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch.

Wichtig war dabei nicht nur ausreichend Platz, sondern auch eine entsprechende Infrastruktur im Gebäude, wie beispielsweise Umkleiden, Duschen und Küchen. Ein weiterer entscheidender Punkt: Der Brennstoff muss auch bei einem Stromausfall sicher verfügbar sein. Da dies bei Gas oder Fernwärme nicht der Fall ist, kamen nur Hallen mit vor Ort gelagerten Brennstoffen, wie Öl- oder Biomasseheizungen, infrage. Die drei Gebäude wurden nun technisch so ausgestattet, dass sie im Notfall schnell mit Strom von außen versorgt werden können.

Traktoren des Bauhofs und der Stadtgärtnerei diesen als „mobile Kraftwerke“

Bei der Ersatzstromversorgung setzt die Stadt auf Traktoren der Ortsteilbauhöfe Rauental und Niederbühl sowie der Stadtgärtnerei. Diese können im Ernstfall als „mobile Kraftwerke“ eingesetzt werden. Dafür wurden spezielle Zapfwellengeneratoren angeschafft, die einfach an die Traktoren angebaut und über deren Motor betrieben werden. Der große Vorteil: Die Traktoren sind täglich im Einsatz und somit jederzeit einsatzbereit. Die Generatoren werden in den Bauhöfen gelagert und können im Bedarfsfall schnell angebaut und zu den Hallen gebracht werden – ganz ohne zusätzliche Transportfahrzeuge.

Die Kosten für Technik und Einspeisung liegen bei knapp 20.000 Euro pro Halle. Da keine eigenen Motoren benötigt werden, fallen auch keine zusätzlichen Wartungskosten an. Zudem sind die Generatoren vielseitig nutzbar und verfügen über mehrere Steckdosen, um bei Bedarf auch andere Geräte mit Strom zu versorgen.

Im Katastrophenfall können die drei Hallen als Notfalltreffpunkte und Notunterkünfte genutzt werden. Durch die Heizungen mit Öl, Hackschnitzeln und Pellets stehen sie der Bevölkerung das ganze Jahr über zur Verfügung – auch bei Kälte oder extremen Wetterlagen.

Bei der Notstromversorgung setzt die Stadt auf Traktoren der Ortsteilbauhöfe und Stadtgärtnerei, die mit speziellen Generatoren ausgestattet wurden.
(Erstellt am 02. Februar 2026)